Freiw. Feuerwehr Roßbach / WW


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Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Roßbach / WW

Die Gemeinde Roßbach wurde im Jahr 876 zum ersten Mal urkundlich erwähnt und zählt heute fast 1000 Einwohner. Die Freiwillige Feuerwehr wurde 1924 gegründet und löste die bis dahin bestehende Pflichtfeuerwehr ab.
Die preußischen Feuerlöschordnungen von 1882 und 1906 ernannten die Bürgermeister auf dem Lande zu örtlichen Leitern des Brandwesens.
Die Landgemeinden zögerten jedoch wegen des befürchteten Kostendrucks jahrzehntelang mit der Einführung einer freiwilligen Wehr. Auch in Roßbach kam es erst 1924 zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr. Der bisherige Leiter der Pflichtfeuerwehr, Albert Henn, übernahm dieses Amt auch in der neuen Wehr. Spritzenmeister blieb Wilhelm Dönges. Als wichtigstes Gerät besaß man zunächst noch die alte Handdruckspritze, die wahrscheinlich aus dem Jahr 1867 stammte und entweder mit Pferden oder von Hand zur Brandstelle gebracht wurde. In den folgenden Jahren wurde die Gemeindekasse durch Ersatz- und Neubeschaffungen von Geräten und Ausrüstung erheblich belastet.

Durch die immer umfangreicher werdende Ausrüstung reichte wahrscheinlich  das Spritzenhaus an der Schulscheune nicht mehr. Die Gemeinde beschloß aus diesem Grund 1935 die Errichtung eines Anbaus an das Backhaus auf dem Gemeindeplatz.
Die 1938 neu angeschaffte Motorspritze TS 4 hatte 1945 ihre Bewährungsprobe zu bestehen, als durch Panzerbeschuß 17 Gebäude in Flammen standen. Dieser Beanspruchung war sie nicht ganz gewachsen, denn seitdem war sie nicht mehr voll einsatzfähig.
Der Krieg nahm der Wehr aktive Kräfte und schwächte sie dadurch für Jahre.
Auf Anordnung der französischen Militärregierung nahm die FFW noch 1945 ihre Tätigkeit wieder auf. Die Leitung übernahm zunächst Friedrich Schneider V.
Es folgten bis heute Friedrich Wilhelm Müller, Otto Demuth, Horst Lotz und Erwin Theis. Nach über 24jähriger Tätigkeit als Wehrführer übergab Erwin Theis das Amt 1998 an Bernd Biehl.

Seit Kriegsbeginn hatte die Wehr jahrelang von der Substanz leben müssen, ohne Möglichkeit, ihre verschlissene Ausrüstung zu ersetzen, geschweige denn zu ergänzen oder gar zu modernisieren. Erst nach der Währungsreform sah sie sich nach und nach wieder in der Lage, sich materiell und personell zu regenerieren. Im Rahmen einer mit öffentlichen Mitteln geförderten Beschaffungsaktion für Feuerwehren konnte man endlich 1957 die alte Motorspritze durch eine neue Tragkraftspritze TS 8/8 ersetzen. Dabei übernahm das Land Rheinland  Pfalz  50 % der Kosten.

Wieder erwies sich die Unterbringung der Gerätschaften als unzulänglich. Als sich in den fünfziger Jahren die Gemeindebackhäuser als überflüssig erwiesen und mit der Verrohrung des Grubenbachs der Gemeindeplatz eine beträchtliche Veränderung erfuhr, entschloß sich die Gemeinde, das Backhaus niederzulegen und das angebaute Feuerwehrhaus zu verputzen und zu renovieren.
Erneut staatlich gefördert wurde der Erwerb eines Tragkraftspritzenfahrzeuges 1963 mit einem Zuschuß von 2549 DM. Ein moderneres Fahrzeug dieser Art stellte die Verbandsgemeinde 1981 der Gemeinde Roßbach zur Verfügung, nachdem die Zuständigkeit über das Feuerlöschwesen im Zuge der Verwaltungsreform 1972 von den Ortsgemeinden auf die Verbandsgemeinde übergegangen war.

Einer solch modernen Ausstattung wurde das kleine Feuerwehrhaus nicht mehr gerecht. 1985 begann man mit einem teilweisen Abbruch und Neubau. Die Arbeiten geschahen fast ausschließlich in Eigenleistung. Dies erklärt, warum das neue Feuerwehrgerätehaus erst am 18. und 19. 07. 1987 – im Rahmen der Dorfplatzneugestaltung und zusammen mit dem Dorfbrunnen- eingeweiht werden konnte.
Im Rahmen dieser Einweihungsfeier konnte die 1986 gegründete Jugendfeuerwehr zum ersten Mal der Öffentlichkeit ihre Fähigkeiten beweisen.
...
Die Freiwillige Feuerwehr Roßbach feierte im September 1999 ihr 75jähriges Bestehen.

Text: Bernd Biehl
Quellenangabe: Gemeindechronik Roßbach   (Roßbach am brangenberge...
aus der Geschichte unseres Dorfes von Robert Lotz,1996)
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Anmerkung:  Im April 2006 löste Stefan Krautscheid Bernd Biehl als Wehrführer ab; Mario Tönges übernahm das Amt des stellvertretenden Wehrführers von Manfred Dreser.

Seit dem 01. Oktober 2009 ist Klaus Demuth Wehrführer der Feuerwehr Roßbach, nachdem Stefan Krautscheid leider das Amt aus persönlichen Gründen niedergelegt hat.
Die Jugendfeuerwehr wird zur Zeit von den Kameraden der Feuerwehr Wiedbachtal betreut, denen an dieser Stelle herzlich gedankt wird..

 

Im Dezember 2014 wurde unser neues Löschfahrzeug übernommen, siehe unter "Aktuelles"